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Kunstverein Die Wassermühle Lohne e.V.

 

 

 Ausstellungen 2022

 40 Jahre Kunstverein Die Wassermühle Lohne e.V.

 

 

 

Ausstellungsrückblick

Ulrich Fox, Skulpturen und Holzschnitte, Ausstellungsansicht Galerie Wassermühle , 2020 

 

 

 

 

 

 

 

 Katharina Ismer im Kunstverein Die Wassermühle, Ausstellungsansicht, 2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Meike Lipp 

 Tobias Duwe

 Malerei

 25. März bis 1. Mai 2022

 Einführung: Dr. Thomas Gädeke

 Die erste Ausstellung 2022 im Kunstverein Die Wassermühle stellt anhand der Malerei von Meike Lipp und Tobias Duwe die  Künstlergruppe der “Norddeutschen Realisten“ vor.


Meike Lipp (geb. 1955, Studium an der HfBK Hamburg und an der Rijkksakademie Amsterdam) und Tobias Duwe (geb.1961 in Bad Oldesloe, Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg) leben und arbeiten freischaffend in Hamburg. Sie gehören zur Künstlergruppe der „Norddeutschen Realisten“. Beide Künstler nehmen regelmäßig an den Ausstellungen und Symposien der „Norddeutschen Realisten“ teil, die in zahlreichen Katalogen und Katalogbüchern dokumentiert sind. 2019 wurde dieser Künstlergruppe auf der „Nordart“ der Publikumspreis zugesprochen.

 

Die "Norddeutschen Realisten" formieren sich im Rahmen jährlich stattfindender Plein-Air-Symposien. Diese dienen dem sich dabei jedes Mal aufs Neue konstituierenden Künstlerkreis dazu, en plein air, d.h.  im Freien nach der Natur zu arbeiten. Dieses Treffen fand erstmalig 1989 statt und wurde von dem Maler Nikolaus Störtenbecker ins Leben gerufen. 
Die "Norddeutschen Realisten" firmieren seit 1995 unter diesem Signet und haben es sich - in Entsprechung ihres Namens - zur Aufgabe gemacht, die Landschaft Norddeutschlands, insbesondere Impressionen der nordfriesischen Inseln und der Städte Hamburg, Kiel, Lübeck, Schleswig oder Rendsburg malerisch einzufangen. Natureindrücke, Seestücke, Elbansichten, Schiffe und Hafenszenen, Stadtansichten sowie Porträts gehören zu den häufig dargestellten Sujets der "Norddeutschen Realisten.

Das künstlerische Erbe der "Norddeutschen Realisten" liegt im Realismus und Pleinairismus des 19. Jahrhunderts und ist mit Namen wie Gustave Courbet oder der Schule von Barbizon verknüpft. Hervorstechendes Charakteristikum der "Norddeutschen Realisten" ist daher ihre an diesen realistischen Tendenzen geschulte figurative Bildauffassung. 
Die Gemälde der "Norddeutschen Realisten" sind durch einen schwungvollen malerischen, bisweilen expressiven Gestus und einen pastosen Farbauftrag gekennzeichnet, der Landschaften wie auch Figuren stimmungsvoll abzubilden vermag. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonja Koczula

Spannungsräume

Zeichnungen und Malerei

20. Mai bis 26. Juni 2022

Einführung: Eric C. Erbacher

Diese Ausstellung zeigt abstrakte, zeichenhafte  Arbeiten der Künstlerin Sonja Koczula, geb. 1976 in Osnabrück. Sonja Koczula lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte Kunst  mit den Schwerpunkten Malerei, Zeichnung und Lithographie  und Literaturwissenschaften an der Universität Osnabrück. Seit 2003 ist sie freischaffend  als Künstlerin tätig. Außerdem arbeitet sie in verschiedenen Bildungseinrichtungen als Dozentin für Malerei oder seit 2007 als Künstlerin für das MUSE-Programm der Yehudi-Menuhin-Stiftung in Hamburg. Die Auseinandersetzung mit selbst entwickelten Zeichenformen und Spuren sowie deren Kraft und Dynamik ist seit Jahren Sonja Koczulas zentrales künstlerisches Thema. Sonja Koczula zeigte ihre gestisch-abstrakten Arbeiten bereits auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland.

  „Mein zentrales künstlerisches Thema ist die Bewegung. In gestischer Arbeitsweise setze ich Zeichen ins Bildformat. Diese         Zeichen oder Spuren sind Mal-Spuren, die direkt vom meist energischen Farbauftrag herrühren. Mich interessiert deren   spezifische Dynamik, das heißt der vermittelte Eindruck von Bewegung und damit auch von Raum.
Die entstehenden Formen scheinen oft konkret Gegenständliches zu meinen, tun es aber nicht. Sie stehen allein für sich selbst.   Die Form existiert eigenständig, das Kunstwerk bildet nicht ab – es bildet seine eigene Wirklichkeit, in der thematisch einzig die dynamische Bewegung und die daraus resultierende Räumlichkeit ist.
Die oft großformatigen Ölbilder entstehen in Serien, wobei der Boden des Ateliers die entscheidende Arbeitsfläche bildet.   Ausgehend von Skizzen wird der Arbeitsprozess bewusst begleitet, gesteuert und beendet. Der gesamte Malablauf geschieht   zwischen Spontaneität, Zufall, Intuition sowie Reflexion und Komposition.“  Sonja Koczula
 
 
 

Sonja Koczula, Atelierszene, Foto: Ragnar Gischas

 

 

 

Matthias Kanter

Über Malerei 

Ausstellungsdauer: 9.Sept. bis 16. Okt. 2022

Matthias Kanter wurde 1968 in Dessau geboren. Von 1990 bis 1995 studiert er Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei  Prof. Ralf Kerbach und ist von 1996 bis 1998 Meisterschüler bei Prof. Max Uhlig. Kanters künstlerische Arbeit wurde durch zahlreiche Stipendien gefördert. Zwei Jahre lebte Kanter in Venedig, studierte die Kunst und die Menschen dieser Stadt. Im Jahr 2000 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Lingen ( Niedersachsen). Matthias Kanter lebt und arbeitet in Friedrichshagen bei Wismar in MV. Seine Bilder befinden sich im Besitz vieler öffentlicher und privater Sammlungen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern kaufte 2018 Arbeiten von Kanter für die Landeskunstsammlung auf.

„Kanters Arbeiten zeichnen sich durch die Nähe zur Abstraktion aus. Seine Arbeiten entstehen vorrangig in Serien. Kanters Werke halten, ausgehend von sinnlich wie intuitiven Erlebtem, eine Balance zwischen Bildautonomie und assoziativem Verweis auf eine außerbildliche Realität. Die Erfahrung konkreter Orte verdichtet Kanter in reduzierten Motivfragmenten zu einer flächenbezogenen Kompositionsstruktur. Farbforschungen, ein Ringen um Farbe, werden zum Bildinhalt. Erst die Farbwirkung verleiht dem Einzelbild die Individualität. Anregungen für seine Arbeiten erhält Kanter oft von Orten oder nimmt Bezug beispielsweise auf Inhalte der italienischen Malerei, vorrangig aus der Renaissance-Zeit. Bildserien zur Landschaft oder zu Werken Fra Angelicos wecken Assoziationen zur Farbigkeit der Orte oder der kunstgeschichtlichen Epoche.“

 

 

 

Gisela Fox-Düvell

Places to be

Malerei

25. November 2022 bis 1. Januar  2023

 

Die  Künstlerin studierte Freie Malerei an der Hochschule für Gestaltung Bremen. Seit 1968 nimmt sie kontinuierlich an Ausstellungen im In- und Ausland  teil. Gisela Fox-Düvell lebt und arbeitet in Lohne (Oldenburg) . Sie ist mit dem Bildhauer und Grafiker Ulrich Fox verheiratet. 1982 gehörte sie zu den Gründungsinitiatoren des Kunstvereins Die Wassermühle Lohne e.V.

Gisela Fox-Düvell nahm an verschiedenen Symposien teil: 1995 Plein-Air Symposion in Leba: Max Pechstein-Der expressionistische Raum, 1997 Kunststoffsymposion in Lohne: Mit Kunststoff Kunst machen, 2000 Expo 2000 , Hannover: Kuh-Art

2006 wurden im Rathaus der Stadt Vechta Buchillustrationen von Gisela Fox-Düvell zu  Heinrich Heines Werk Deutschland ein Wintermärchen ausgestellt. 2009 nahm Gisela Fox-Düvell gemeinsam mit ihrem Ehemann an der Ausstellung Wohin. Hommage an Flüchtlingsmütter im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg teil. Die Künstlerin zeigteGemälde und Collagen zum Thema Flucht und Vertreibung . Vom 6. Juli bis zum 29. September 2013 fand eine Ausstellung mit Bildern von Gisela Fox Düvell und Skulpturen von Ulrich Fox unter dem Titel Novalis– auf der Suche nach der Blauen Blume auf dem Gelände des Gräflichen Landsitzes Hardenberg statt.

 

 

 Gisela Fox- Düvell, Out of Touch, 2018, Öl auf Leinwand, 70x100cm