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Kunstverein Die Wassermühle Lohne e.V.

 

 

Gunther Gerlachs Holzskulpturen
 

 

 

 

 

 

 

 

Katharina Albers,organism, Wald (VIII), Farblithographie, 2016

 

 

 

Veranstaltungen 2017

Ausstellungen

 

Frank Zucht  

Ein Ausflug

Malerei/Grafik/Plastik

3. März 2017  bis 2. April 2017

Einführung: Dr. Hartmut Schröter, Bochum

Frank Zucht wurde 1961 in Niedersachsen geboren. Er studierte von 1987 bis 1991 Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste Karlsruhe bei Horst Antes und von 1991 bis 1993 Malerei an der University of South Australia in Adelaide. 1993 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Kunstfabrik am Flutgraben in Treptow, Berlins größtem Atelierhaus. Dort arbeitet Frank Zucht in einem der 46 Ateliers. Seit 2006 Teilnahme an Kunst- und Buchmessen in Hamburg, Berlin, Dornbirn / AT, Frankfurt/Main, Madrid / ES und Leipzig, zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Deutschland und auch im Ausland.

Seine als reale Figuren oder als phantastische Mischwesen erscheinenden Gestalten … stehen im Bildgeviert wie auf einer kleinen Bühne, besser: wie in großen Guckkästen, vor neutralem, abstraktem Farbgrund, der besonders malerisch gestaltet ist. Mit differenzierten malerischen und zeichnerischen Mitteln schafft Frank Zucht gekonnt und mit großem Ideenreichtum eine eigene verzauberte Bilderwelt aus natürlichen und erfundenen Formen. Diese Formen befinden sich in stiller Bewegung und stetem Wandel, scheinen mit sich selbst und miteinander zu ringen und bringen dabei eine Vielfalt von phantasievollen und ornamentalen Gestalten hervor.”

Dr. Katerina Vatsella,  Ausstellungskatalog zur Ausstellung Frank Zucht – Nicholas Bodde, Sparkassenhalle am Brill, Bremen 1998

 

Frank Zucht, Finale, Acryl auf Nessel, 2016

 

 

Uwe Peschel

Malerei  und Zeichnung

Einführung: Dr. Rainer Beßling, Kulturjournalist und Kunstkritiker

9. Juni bis 9. Juli 2017

Uwe Peschel wurde 1961 in Sachsen geboren. Von 1976 bis 1979 besuchte er die Abendschule an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden. Anschließend absolvierte er ein Studium für Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Hubertus Giebe. Er war Meisterschüler bei Johannes Heisig, 1987 schloss er das Studium mit einem Diplom für Malerei und Grafik bei Prof. Siegfried Klotz ab. Seitdem ist er freischaffend tätig in Rostock und Polenz (Sächsische Schweiz).  Peschel malt Stillleben, Alltagsdinge,  Landschaften, einfache Szenen, die von dynamischen Formen und Farben pulsieren und einen unmittelbaren, frischen Eindruck und eine große Lebendigkeit hinterlassen.

"Uwe Peschels Malerei nimmt uns gefangen in ihrer Kraft und Schönheit. Es begegnen uns in den Klängen und Rhythmen der Farben und in der Botschaft der Bilder archaische Muster des menschlichen Seins. Mit seinen Werken führt er den Betrachter in eine konkrete und eine visionäre Welt. Diese ist subtil im wörtlichsten Sinne,  also „fein“ gewebt. Sie ist surreal, im Sinne von traumhaft und sie ist unglaublich sinnlich. Malen und Zeichnen sind ihm gleich wichtig. Sein Erleben und sein Fühlen wandelt sich in farbige oder lineare Räume, die eine seltsam instabile Balance zwischen abstrakten Assoziationen und konkretem Abbild halten. In seinen Zeichnungen erscheint die Linie in ihrer großen Wandlungsfähigkeit vom zarten, nervösen Strichgefüge mit viel freiem Raum bis zu heftigen Schraffuren, von lasierten Blättern, die an den zarten harmonischen Klang japanischer Tuschzeichnungen erinnern bis zum linear Tektonischen. Und jede Linie folgt auch einem inneren Gesetz des Motivs, aber ihre Intensität, ihr Charakter folgt einer tief aus der Seele des Künstlers kommenden Intuition, die diesen einen Moment des Empfindens beherrscht. Die Gemälde von Uwe Peschel- und ich wähle dieses Wort bewusst, denn seine Malkultur erinnert mich an große Namen – wirken kostbar und spröde, sie sind gleichzeitig kompakt und leicht."

Regina Niemann, "Uwe Peschel - Wahrheit eines Augenblicks", Ausstellungskatalog, 2011

  

Uwe Peschel, Rote Wolke

 Uwe Peschel, Rote Wolke, 2016, Gouache/Papier

 

 

Daniel M. Thurau   

Adieu Avantgarde

8. September bis 8. Oktober 2017

Einführung: Dieter Begemann, Kunstwissenschaftler und Künstler

Der 1974 in Köthen/ Anhalt geborene Daniel M. Thurau studierte zunächst Jura, bis er sich 1998 endgültig für die Kunst entschied. Von 2008-2009 studierte er Zeichnung am Norwich University College of the Arts (UK), anschließend ging er an die HFBK Hamburg und absolvierte von 2010- 2013 ein Masterstudium für Malerei bei Werner Büttner und Jutta Koether. Seine Bilder sind  beeinflusst vom Deutschen Expressionismus, er benutzt kräftige Farben, die eine übermäßige, künstliche Realität mit übersteigerten und manchmal sehr offensichtlich grotesken Formen erzeugen. Die hauptsächlich figurativen Arbeiten beinhalten Elemente, die auf comicartige Figuren Bezug nehmen. 

"Der in Berlin lebende Künstler agiert jenseits von Trends und Modeerscheinungen in einem Raum, der von Malereigeschichte geprägt ist, aber als multidimensionales Experimentierfeld offenbleibt. Dieses durchmisst Thurau mit einem selbst generierten Vokabular, das sich aus Gegensätzen zusammensetzt: Ernst, Ironie, existenzieller Tiefgang, große expressive Gesten und spielerisch-cartooneske Verkürztheit, das Kontemplative und das Explosive...Neben einer Umdeutung von Realitäten des persönlichen Lebensalltags ins potenziell Wunderbare, Seltsame und Geheimnisvolle zieht sich die Vorstellung einer "neuen Begegnung" kunsthistorischer Genres und Werke durch seine Malerei. Dabei stellt sich für ihn immer wieder die Frage: "Kann ich dem noch etwas hinzufügen?" Die Geschichte der Bilder setzt sich bei ihm in Wandlungen fort. Ein prominentes, wiederkehrendes Motiv seiner Arbeiten ist das Stillleben, das allerdings aus der traditionellen Erstarrtheit zwischen Leben und Tod, Eros und Thanatos, und seiner kultivierten Rahmung befreit wird, um sich als wild gewordene vegetabile Gattung im städtischen Environment Bahn zu brechen."

Belinda Grace Gardner

 

 

 

 Daniel M. Thurau,This is not America

 

 

 

Gunther Gerlach 

Skulptur

und

Katharina Albers  

Lithographie

1.Dezember 2017 bis 7. Januar  2018

 

Gunther Gerlach, 1952 geboren in Neustrelitz, Mecklenburg,  1969 - 75 Studium der Bildhauerei bei Jan Koblasa, Muthesius Hochschule Kiel, Lehrtätigkeit seit 1999 an der Universität Bremen, Institut für Kunstwissenschaften und Kunstpädagogik.  Seit 1977 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, etliche Preise für Kunst im öffentlichen Raum und Realisierungen, umfangreiche Kirchengestaltungen seit 2004. G. Gerlach lebt und arbeitet in Bremen.  Er zeigt in der Lohner Ausstellung zwei Gruppen hölzerner Figuren: Karyatiden und Brandsäulen. 

"Karyatiden, weiß gefasste Holzskulpturen als Architektur stützende Figurensäulen sind als abstrakte, hölzerne Gestalten dargestellt, die allseitig geformt die vertikale Aufrichtung betonen, ihrer ursprünglichen Bedeutung entledigt, das Thema frei interpretieren.

Brandsäulen sind feuergeschwärzte abstrakte Holzskulpturen. Der Titel Brandsäule nimmt Bezug auf die vielschichtige Bedeutung des Wortes. Verbrannte Säule aber auch aufsteigender Rauch über einem Feuer. Hier als expressiver kompositorischer Einsatz von Feuer als skulptural formende Kraft.  Der Ausstellung beigeordnet sind eine Reihe kleinerer Skulpturen auf Sockeln." (Gunther Gerlach)

 

Katharina Albers, 1985 in Vechta geboren, ist durch ihr Talent hervorgetreten. Sie lebt und arbeitet in Berlin und zeigt in dieser Ausstellung ihre grafischen Arbeiten erstmalig in Südoldenburg.

Als Meisterschülerin von Prof. Thomas Zipp schloss Albers das Studium der Bildenden Kunst im Jahre 2015 an der Universität der Künste in Berlin ab. Bis heute hat sie an verschiedenen Gruppenausstellungen in Galerien und Museen im nationalen sowie internationalen Rahmen teilgenommen, z.B. in Berlin, Danzig, Edinburgh und Dawson City, Kanada. Zudem zeigte sie ihre Werke in Einzelausstellungen in Galerien in  Oldenburg 2015 und in Berlin 2016. Im Jahre 2016 wurde Katharina Albers für den Meisterschülerpreis des Präsidenten der Universität der Künste Berlin nominiert. Im gleichen Jahr erhielt sie ein Jahresstipendium der Dorothea – Konwiarz Stiftung Berlin. 2015 wurde sie für den Walter Stöhrer- Preis für Grafik ernannt.

Katharina Albers stellt in ihren Farblithographien „den Wald (2013) als Urort dar- wild, undurchdringlich, aber auch licht und still. Die Künstlerin lässt uns in Projektionen eintauchen: Zeitlos, ohne Anfang und Ende, sind wir es, die den Wald mit inneren Bildern füllen und zum eigenen Zufluchtsort machen. Die Serie von Lithographien und Zeichnungen umfasst 100 Arbeiten verschiedenen Formats und verschiedener Gestalt – stets zwischen Abstraktion und Bildlichkeit kippend.“

Sarah Frost, Kunsthistorikerin, 2016

 

 

Kunstreise 2017 unter der Leitung von Reinhard Puche

 Die Kunstfahrt 2017 findet statt vom 26. bis 27. August.

Geplant ist eine Fahrt zur Documenta 14 nach Kassel.

Der Arbeitstitel für die diesjährige documenta lautet Von Athen lernen. Erstmalig findet die documenta 2017 in einer Doppelstruktur statt mit Athen als weiterem konzeptuell gleichberechtigten Standort. Die Künstler sollen mit und an beiden Orten arbeiten.

Sonntags geht die Fahrt weiter in die nordhessische Dom- und Kaiserstadt Fritzlar, deren gut erhaltenes mittelalterliches Stadtbild von Fachwerkhäusern und der weithin intakten Stadtmauer geprägt ist. Überragt wird die mittelalterliche Innenstadt vom Fritzlarer Dom, einer romanischen Kloster- und Stiftskirche.

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